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Amtsturm zu Lüchow

Amtsturm Lüchow
Amtsturm Lüchow

Der Amtsturm – Was vom Lüchower Schloss übrig blieb

 

Vom Lüchower Schloss ist heute nur noch ein Turm und wenige Fundamente übrig. Beim Stadtbrand der Stadt Lüchow brannte das einst so imposante Schloss vollständig aus. Erbaut wurde das Lüchower Schloss Ende des 14. Jahrhunderts, doch an dieser Stelle gab es schon deutlich früher eine slawische Verteidigungsfestung, das Schloss wurde inmitten von einem slawischen Ringwall erbaut. Im späten Mittelalter, vermutlich im 12. Jahrhundert wurde an dieser Stelle eine Burg erbaut, deren Aussehen ist heute nicht bekannt. Das Schloss, wie man es aus Stichen und Zeichnungen kennt, wurde vermutlich um 1470 erbaut.

 

Der Bau der Anlage wird Anna von Nassau-Dillenburg (1441-1513) nachgesagt. Diejenigen, die das Schloss Celle besucht haben, werden Anna von Nassau Dillenburg vermutlich schon kennen. Zwei Mal wurde das Schloss Lüchow zu Annas  Witwensitz, 1471-1473 nach dem Tod ihres ersten Ehemannes Otto II von Braunschweig-Lüneburg und nach dem Tod ihres zweiten Ehemannes Philip I Von Katzenelnbogen, von 1496 bis 1504.

 

Im 17. und 18. Jahrhundert befand sich im Schloss das Amt der Stadt Lüchow, daher wird der übriggebliebene Turm heute Amtsturm genannt. Solche runden Türme mit einem kleinen Aufsatz sind für Norddeutschland untypisch, dagegen kommen sie in Hessen und im Rheinland häufig vor. Die Vermutung liegt daher nahe, dass Anna von Nassau-Dillenburg die Idee, die Entwürfe oder sogar die Baumeister aus ihrer Heimat mitbrachte.

 

Im Amtsturm befindet sich heute ein Museum für Stadtgeschichte. Im Erdgeschoss beginnt die Wanderung durch die Geschichte Lüchows mit der slawischen Besiedlung der Gegend. Der erste Stock führt durch das Mittelalter, der zweite in die Zeit danach, 1500-1800. Der dritte Stock widmet sich dem Thema Essen und Trinken in 16.-19. Jahrhundert, die höfischen und bäuerlichen Ess- und Trinkgewohnheiten und Tischsitten werden hier verglichen. Ganz oben angekommen, kann man einen Blick auf das umliegende Wendland und die Altmark werfen, beim guten Wetter kann man Salzwedel sehen. Weitere Aussichtspunkte finden Sie hier: Aussichtspunkte Wendland Das Museum ist allerdings nur in den Sommermonaten (April-Oktober) geöffnet.

Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht an Eva Adam vom Blog Alte Steine

 

Viel Spass beim Besuch vom Amtsturm zu Lüchow :-)